Rahmenverbindungen, Teil 2

Gefederte Gehrung

 

Die Rahmenleisten werden auf Gehrung geschnitten, verleimt und/oder gestiftet.

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Rahmenverbindungen, Teil 1

Stumpfe Gehrung

 

Die Rahmenschenkel sind im 45º-Winkel gesägt und bilden zusammen einen 90º-Winkel.

 

Die Schenkel gehen keine „echte“ Verbindung miteinander ein, lediglich die Verleimung oder die Nägel halten die Rahmenschenkel zusammen. Oftmals wurden die Rahmenecken mit aufgeleimten oder aufgenagelten Holz dreiecken verstärkt.


Der Nachteil dieser Konstruktionsweise besteht darin, dass es bei den einzelnen Rahmenschenkeln im Laufe der Zeit zu Holzschwund kommt, so dass sich die Gehrung von innen nach außen löst und es zu keilförmigen Lückenbildungen kommt.

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Impressionen von historischen Rahmen, Teil 2

Detail: Rahmenecke eines Waschgoldrahmens, so genannte Berliner Leiste, reich profiliert, um 1850

 

Die Berliner Leiste bezeichnet einen Rahmentypus, der etwa zwischen 1830 und 1890 entstand. Das Waschgoldverfahren selber ist allerdings wesentlich älter.

 

Berliner Leisten gelten als "klassische" Biedermeierrahmen, die durch ihr klassisches, schlichtes Profil sehr viel Charme haben und auch für moderne Grafik und Malerei gut geeignet sind. Allerdings stammen die meisten n i c h t direkt aus der Biedermeierzeit, sondern aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

 

Echte Berliner Leisten sind nicht vergoldet, sondern blattversilbert (auf Kreidegrund). Den Goldton erhalten sie durch einen Überzug aus gelb-goldenem Firnislack oder anderen, leicht farbigen Überzügen.

Die Bezeichnung "Berliner Leiste " ist insofern irreführend, da dieser Rahmentypus natürlich nicht nur in Berlin und seiner Umgebung hergestellt worden ist. Treffender wäre da schon die humorige Bezeichnung "Zuchthausleiste", denn eben da wurden etliche Exemplare auch produziert.

 

Der Glanzgrad wechselt bewusst zwischen Matt- und Hochglanz, um den Rahmen "lebendiger" zu gestalten. Die Rahmenaußenkanten sollten n i c h t im Waschgoldverfahren belegt sein, sondern einen schlichten ockertonigen Leimüberzug haben. Das Ganze wirkt wie eine matte Wandfarbe und harmoniert gut mit der glänzenden Vorderansicht.

 

Waschgoldleisten weisen auf ihrer Oberfläche nicht nur Gebrauchsspuren, sondern auch Oxydationsprozesse (dunkle Partien) auf. Blattsilber oxydiert, Blattgold hingegen nicht.

Im Extremfall wirkt der Rahmen fast schwarz, was durchaus auch seinen Reiz haben kann.

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Impressionen von historischen Rahmen, Teil 1

historischer Plattenrahmen in Schildpatt, Perlmutt und Elfenbein auf Blindholz, 19. Jahrhundert, noch in der Restaurierung

 

 

 

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Rahmenkunst oder die Kunst des Rahmens

Hier haben sich zwei gefunden, die sich schon lange gesucht haben:

Zeitgenössische Kunst und ein Frühbarockrahmen vom Feinsten.

Es liegen manchmal Jahrzehnte oder Jahrhunderte zwischen Bild und Rahmen.

Aber: Es passt. Und rahmt.

 

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